Siteswap in Passing-Mustern

Ein Bespiel

In diesem Kapitel werden die Ideen der beiden vorangegangen Abschnitte benutzt um zu zeigen, wie man Passing-Muster erzeugen kann. Dabei fangen wir ganz einfach an und gelangen schließlich zum 7 Keulen Walzer.




Siteswap in Passing-Mustern

Jonglieren:
2 Jongleure: A wirft 4 Keulen, B wirft 3 Keulen. Da nachher ein Walzer rauskommen soll, schreibe ich die Siteswaps 3 mal. Die obere Reihe steht für den ersten Jongleur, die untere für den zweiten.
4 4 4
3 3 3
Zusammen haben die natürlich 7 Keulen.

Passen:
Jetzt entschließen sich die beiden zu passen. Da A höher wirft und seine Keulen einen Takt länger fliegen, wirft er seinen Pass einen Takt früher als B.
4 4p 4
3 3 3p


Late pass:
Jetzt wird es langsam spannend: A macht einen late pass. Darum muss B seinen Rhythmus anpassen:
4 4p 3
3 3 4p

Early pass:
A wirft einen early pass, worurch sich wohl sein Rhythmus ändert, aber nicht der seines Partners:
5p 3 3
3 3 4p

Und damit sind wir bei dem Muster angekommen, zu dem wir wollten: Beide werfen selfs auf derselben Höhe und ihre Passwürfe sind so ähnlich wie möglich.


Verzögern:
A und B machen schließlich noch das, was vermutlich alle Jongleure in solchen Mustern tun: A wirft einen halben Takt später, wodurch seine Würfe natürlich etwas weniger lange fliegen und darum etwas niedriger sein werden. B muss etsprechend höher werfen und werden später ankommen:
4.5p 3 3
3 3 4.5p


Allgemeiner:
A wirft n+1
B wirft n
Der Walzer ist dann
n+2 n n
n n n+1

und im verzögerten Muster:

n+1.5

n

n

n n n+1.5


Einen anderen Vorschlag machte neulich Christophe Prechac (dessen Beiträge in rec.juggling immer interessant sind)

4 4 4
3 3 3

und dann 2 Würfe vertauschen. Der andere wirft meinen Wurf, zu mir, da es meiner ist. Also passt er. Und ich auch. Also, mir gefällt die Idee.

3p 4 4
4p 3 3

Der Rest der Überlegungen bleibt derselbe.


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